DINI e.V.
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DINI / Veranstaltungen / Workshops / Langzeitarchivierung von Forschungsdaten

3. Workshop der DINI/nestor AG Forschungsdaten: „Langzeitarchivierung von Forschungsdaten"

Digitale Langzeitarchivierung (LZA) beschreibt den dauerhaften Erhalt digitaler Informationen unabhängig von zeitlich vorgegebenen Soft- und Hardwareänderungen. Diese digitalen Informationen umfassen unterschiedlichste Daten- und Informationsobjekte in Form von Texten, Bildern und weiteren Datentypen. Die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten und die damit verbundene Nachnutzung digitaler Daten haben in den letzten Jahren verstärkt an Bedeutung gewonnen, begegnen aber auch vielfältigen Herausforderungen.

Im Unterschied zur Erhaltung von digitalen Textdokumenten ist diese bei Forschungsdaten vor dem Hintergrund der technischen und wissenschaftlichen Diversität weitaus komplexer. Sie zeigt sich beispielsweise durch eine Vielzahl an Datenformaten und unterschiedlichste Speicherbedarfe. Unter Umständen müssen für die Möglichkeit der Nachnutzung nicht nur Daten, sondern ganze Datenumgebungen archiviert werden.

Die DINI/nestor AG Forschungsdaten greift das Thema Langzeitarchivierung von Forschungsdaten im Rahmen eines Workshops am 19.06.2015 im Konrad-Zuse-Zentrum in Berlin auf und lädt Sie hiermit herzlich dazu ein.

Mögliche Themen des Workshops umfassen die Herausforderungen und Zukunftschancen der Langzeitarchivierung von Forschungsdaten. Nachfolgende Themenvorschläge beziehen sich auf Vorschläge zu LZA-Fragestellungen, welche im Kontext des heutigen Forschungsdatenmanagements immer noch unzureichend geklärt sind:
- Welche wesentlichen technischen, organisatorischen, finanziellen und wissenschaftlichen Aspekte umfasst die digitale Langzeitarchivierung?
- Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Nachnutzung von Forschungsdaten zu gewährleisten?
- Welche Formen (Best Practices) der LZA gibt es bereits für Forschungsdaten?
- Was kostet die digitale LZA von Forschungsdaten und welche Infrastrukturen werden bereits für die LZA von Forschungsdaten eingesetzt?
- Welche Einrichtungen und Akteure übernehmen die Verantwortung für die LZA und wie sehen konkrete Aufgabenfelder aus?  
- Welche Kriterien muss ein vertrauenswürdiges Langzeitarchiv erfüllen und wer ist verantwortlich für die Erstellung und Prüfung solcher Kriterien?
- Welche Standards für Datenformate und Metadatenformate haben sich für welche Anwendungsbereiche etabliert?
- Welche Daten sind archivierungswürdig, welche Kriterien gibt es für eine Auswahl? Wer trifft die Auswahl? Gibt es disziplinspezifische Archivierungskriterien? Welche disziplinübergreifenden Herangehensweisen gibt es?

Weitere Informationen zur AG Forschungsdaten finden Sie auf der Wiki-Seite (http://www.forschungsdaten.org/index.php/AG_Forschungsdaten).

Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro pro Person.

Die maximale Teilnehmeranzahl beträgt 100 Personen.